Ratgeber Malerarbeiten

Richtige Vorbereitung ist die halbe Arbeit

Mit der richtigen Vorbereitung und guten Werkzeugen werden Malerarbeiten einfacher und machen mehr Spaß. Außerdem wird das Ergebnis der Malerarbeit länger halten. Nutze gerne unsere Tipps.

Ungestrichene Oberflächen
Achte darauf, dass die Oberflächen frei von Schimmel, Algen oder anderen Verschmutzungen sind. Beginne immer mit der Reinigung. Grundiere zuerst Fugen, Hirnholzflächen und Nagelköpfe mit dem Öl, bevor mit der Grundierung gestrichen wird.

Bereits gestrichene Oberflächen

  • Schleife und reinige die Oberfläche. Ein sauberer Untergrund ist ein Muss für haltbare Ergebnisse. Am einfachsten bringst du Untergrundreiniger mit einem Niederdruckspritzgerät auf.
  • Beginne rechtzeitig. Die Oberfläche muss vor dem Grundieren und Malern getrocknet sein.
  • Risse und Löcher werden mit einer Latexfugenmasse ausgefüllt.

Fensterrenovierung

  • Bei sehr trockenem Holz ist es ratsam, zunächst mit einem Grundieröl zu streichen.
  • Nachdem du bis auf das Holz geschliffen hast, musst du erst grundieren, bevor die Fensterfarbe aufgetragen wird.

Der richtige Pinsel ist das A und O!
– Die Arbeit kommt mit einem guten Pinsel schneller voran.

Streichen mit Schwedenrot
Unser Schwedenrot wird in Schweden hergestellt und sorgt für die klassische, matte Oberfläche, die sich so viele wünschen. Ein Haus, welches mit Schwedenrot gestrichen wurde, erhält eine schöne und lebendige Oberfläche, welche das Holz atmen lässt. Schwedenrot eignet sich nur auf sägerauen Holzoberflächen und auf bereits mit Schwedenrot (Schlammfarbe) gestrichenen Oberflächen.

 

Streichen mit Lasurfarbe
Lasurfarbe wird zur Behandlung und Wartung von neuem ungehobelten oder gehobelten Holz und zum Übermalen bereits lasierter Oberflächen verwendet. Die Lasur bringt die natürliche Maserung und Textur des Holzes zum Vorschein und sorgt für eine besondere Wirkung, da die Farbe als durchscheinend wahrgenommen werden kann. Dies liegt daran, dass der Pigmentgehalt geringer als in deckenden Farben ist. Ein mit Lasur behandeltes Haus benötigt daher mehr Pflege als ein mit Deckfarben gestrichenes Haus. Dafür verringert sich der Aufwand für das Entfernen von abblätternder Farbe.

Fenster streichen
Die Fenster sind die Augen des Hauses, sagt man, und ganz eindeutig ziehen Fenster unsere Blicke an. Fenster und andere Holzdetails sind auch die exponiertesten Teile eines Hauses. Daher ist es wichtig, hier besonders vorsichtig zu sein und regelmäßig zu kontrollieren, ob Schäden aufgetreten sind und diese zu beheben.

Streichen auf mineralischen Oberflächen
Mineralische Materialien (Putz, Beton, Ziegel, Zementplatten etc.) erfordern eine gewisse Vorbehandlung. Beginne mit der Überprüfung, in welchem Zustand sich der Untergrund befindet. Klingt es hohl, wenn du auf den Putz klopfst, kann dieser sich vom Untergrund gelöst haben und sollte ganz aus diesem Bereich entfernt werden.

Behandeln mit Holzöl
Um das natürliche Aussehen des Holzes zu erhalten, ist Holzöl am besten geeignet. Holzöl lässt das Holz glänzen und verhindert, dass dieses aufgrund von Witterung und Wind zerfällt. Zusätzlich sorgt es für eine schmutz- und feuchtigkeitsabweisende Oberfläche. Die Öle sind darauf abgestimmt, Ihr Holz zu schützen, zu bewahren und eine lange Lebensdauer zu gewährleisten.

Reinigung und Grundierung
Eine sorgfältige Vorarbeit ist die Voraussetzung für ein gutes Endergebnis. Schäden und kleinere Fehler können nicht durch Farbe überdeckt werden. Investiere daher mehr Zeit in die Grundarbeit als in die Malerarbeit selbst. Beginne damit, alles mit Plastikfolie oder Schutzpapier abzudecken, was nicht gestrichen wird.

  • Flächen, die nach Süden weisen, werden am meisten von der Sonne gebleicht.
  • Flächen, die nach Norden weisen, sind durch Verschmutzung aufgrund des Schattens gefährdet.
  • Liegende Fassadenpaneele sind besonders anfällig, da Wasser und Feuchtigkeit in die Fugen gelangen kann und Hirnholz oft nicht geschützt ist.
  • Dachvorsprünge schützen und verlängern die Haltbarkeit von Fassaden und Fenstern.
  • Pflanzen in der Nähe von Gebäuden speichern Feuchtigkeit, sorgen für Schatten und erhöhen das Risiko der Verschmutzung.
  • Hirnholz und Fugen sind besonders gefährdete Flächen. Der Sockel sollte ausreichend hoch sein, damit das Hirnholz nicht zu nah am Boden ist.
  • Stehende Paneele sind besonders anfällig, wenn das Hirnholz nicht geschützt und zum Boden hin mit einer Tropfleiste abgeschrägt ist. Der Abstand zum Boden sollte so sein, dass Spritzer nicht den unteren Rand der Bohle erreichen.